Informationen zum Thema Ernährung


Die Welt 08-04-2008

Mandeln schützen die Blutgefäße

Pia Heinemann, Redakteurin Wissenschaft

Süße Mandeln sind, anders als Bittermandeln, gesund. Das liegt vor allem daran, dass in den Steinfrüchten viel Calcium, Magnesium und Kalium enthalten ist. Damit sind sie wichtige Mineralstofflieferanten. Zudem wird Mandeln, wie auch Wal-, Erd- und Pecannüssen immer wieder ein positiver Effekt gegen Herzerkrankungen nachgesagt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung zitiert die „Nurses' Health Study“, die „Adventist Health Study“ und die „Iowa Women's Health Study“, die einen Zusammenhang zwischen häufigem Nussverzehr und einem reduzierten Risiko für koronare Erkrankungen belegen.

Demnach zeigt die „Nurses' Health Study“, dass Probanden, die mindestens 140 Gramm Nüsse pro Woche essen, ein um 39 Prozent verringertes Risiko für einen tödlichen Herzinfarkt haben. Das Risiko für einen nicht tödlichen Herzinfarkt sank immerhin um 32 Prozent im Vergleich zu Personen, die weniger als 140 Gramm Nüsse pro Woche verzehren. Bei anderen Studien, in denen der Anteil von Nüssen an der Nahrung durch andere Fette und Kohlenhydrate ausgetauscht wurde, zeigen, dass die Werte für Gesamt- und LDL-Cholesterin im Blut stiegen. Aßen die Probanden Nüsse, sank der Spiegel des „bösen“ Cholesterins im Blut.

Ob allein die Zusammensetzung der Fette in Mandeln und Nüssen für die günstige Wirkung auf die Blutfettwerte verantwortlich sind, ist indes nicht abschließend geklärt. Auch die in Nüssen enthaltenen Ballaststoffe, vor allem Aminosäuren wie L-Arginin, Vitamin E, Folat, Magnesium und Kalium kommen, so die DGE, als Ursache infrage. Auch die in Nüssen und Mandeln enthaltenen Antioxidantien könnten den positiven Effekt auslösen: Sie verhindern, dass das „böse“ LDL-Cholesterin oxidiert, wodurch dieses für die Gefäßwände weniger gefährlich ist.

In jüngerer Zeit wird unter Ernährungswissenschaftlern auch diskutiert, ob der gefäßschützende Effekt von Mandeln möglicherweise nicht über die Fette zustande kommt, sondern durch die Wirkung der Mandeln auf den Blutzuckerspiegel: Wie eine Langzeitstudie der Universität von Toronto zeigt, mussten Diabetiker, die täglich mehr als 30 Gramm Mandeln aßen, weniger Insulin spritzen. Ihr Blutzuckerspiegel stieg nicht so stark an wie ohne den Genuss der Steinfrüchte. Dadurch, so die Experten, könnten die Blutgefäße ebenfalls geschützt werden.


 

Die Welt 29-03-2008

Die größten Irrtümer der Ernährung

Von wegen spät essen macht dick. Zum Ende der Fastenzeit räumt die WELT mit den am weitesten verbreiteten kulinarischen Mythen auf  

Fasten ist in: Millionen Deutsche geben sich mittlerweile dem Trend zur Entschlackung hin. Viele hoffen, dabei auch (dauerhaft) Pfunde zu verlieren. Meist vergebens. Männer, Frauen und Kinder ernähren sich oft zu süß und zu fett und leiden an Übergewicht. Der Grund: Die Deutschen wissen zu wenig über gesunde Ernährung. Und was sie wissen, ist oft falsch. Zum Ende der Fastenzeit dokumentiert die WELT die größten Ernährungsirrtümer und gibt Tipps für gesünderes Essen.

Je dünner, desto besser

Falsch. Die einfache Formel "Schlank ist gesund" ist ebenso unzutreffend wie der Umkehrschluss "Dick macht krank". Zwar setzen noch immer magersüchtige Models völlig unrealistische Maßstäbe für ein Idealgewicht. Doch ständige Diätkuren und starkes Untergewicht können ebenso schädlich sein wie extremes Übergewicht. Entscheidend für die Gesundheit und das persönliche Wohlbefinden ist eine ausgewogene Balance zwischen Nahrungsaufnahme und Bewegung. Dabei geht es nicht um Hochleistungssport. Ein aktiver Alltag mit Treppensteigen, Radfahren und Spaziergängen hat bereits positive Effekte auf Herz und Kreislauf. Dann können auch ein paar Pfunde zu viel nicht schaden. Ein sportlicher Dicker, der sich ausgewogen ernährt, kann daher durchaus gesünder sein als ein hagerer Bewegungsmuffel. Etwas mollig, aber beweglich und fit lautet die viel realistischere Formel.

Fast Food macht krank

Falsch. Schnell und bequem heißt nicht ungesund. Auch ein Apfel ist eine schnelle und bequeme Zwischenmahlzeit und damit letztlich Fast Food. Es kommt darauf an, was gegessen wird. Salat und Hamburger haben weniger Kalorien als eine Currywurst mit Pommes frites. Auch Fertiggerichte stehen nicht im Widerspruch zu einer gesunden Ernährung - wenn sie zum Beispiel viel Gemüse enthalten. Ein Nachteil der schnellen Mahlzeit liegt jedoch in der Geschwindigkeit. Denn ein Gefühl der Sättigung stellt sich erst nach ungefähr 20 Minuten ein. Wer vor Ablauf dieser Frist mit dem Essen fertig ist, hat entweder noch Hunger - oder isst noch mehr, um sich endlich satt zu fühlen.

Bio-Kost ist gesünder

Falsch. Eine gesunde Ernährung hängt vor allem von der Auswahl der Lebensmittel ab, egal ob im Bio-Laden oder Discounter. Wer im Bio-Laden einkauft, leistet zunächst einen Beitrag zum Umweltschutz. Denn im Bio-Landbau wird weitgehend auf chemischen Dünger und Pestizide verzichtet - wovon am Ende letztlich auch die Gesundheit profitiert. Wer Vollkornprodukte sucht, findet in Bio-Läden eine sehr große Auswahl. Bei Vollkornbrot oder Vollkornnudeln wird das komplette Korn verarbeitet. Gerade unter den äußeren Randschichten, die beim herkömmlichen Mehl entfernt werden, sitzen Nährstoffe und Vitamine. Studien zeigen, dass Vollkornprodukte das Risiko für Diabetes und bestimmte Krebsarten reduzieren können.

Alkohol in Maßen ist gesund

Falsch. Es ist nicht erwiesen, dass Alkohol tatsächlich der Gesundheit förderlich ist, sagt Margret Büning-Fesel vom Aid-Informationsdienst für Ernährung und Landwirtschaft in Bonn. Auch wenn Studien in der Vergangenheit immer wieder gezeigt haben wollen, dass etwa kleine Mengen Rotwein das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren. Das Erkrankungsrisiko lässt sich auch durch einen gesunden Lebensstil reduzieren - ganz ohne Alkohol. Männer sollten täglich nicht mehr als einen Viertelliter Wein trinken; Frauen nur die Hälfte, da ihr Körper den Alkohol schlechter abbaut. Alkohol ist ein Genussmittel. Und als solches sollte es in geringen Mengen genossen werden. "Wir wollen nichts verbieten", sagt Büning-Fesel. Das gilt auch für salziges Knabbergebäck wie Chips und Salzstangen, für Sahnetorte oder Schokolade.

Fleisch braucht der Mensch

Falsch. Der Körper kommt auch ohne Fleisch aus. Ein mäßiger Konsum von etwa 500 Gramm pro Woche schadet aber nicht. Tierische Produkte wie Milch oder Eier liefern Eiweiß und das lebenswichtige Vitamin B 12. Fette Fische wie Lachs oder Hering enthalten Vitamin D, das der Körper ansonsten nur über die Haut bilden kann.

Schlanker ohne Frühstück

Falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Wer sich morgens etwas Zeit lässt und ausgiebig frühstückt, isst im Laufe des Tages insgesamt weniger. Denn das Auslassen einzelner Mahlzeiten führt irgendwann zu Heißhunger. Studien zeigen, dass regelmäßige Mahlzeiten die Gewichtsabnahme erleichtern und auch dabei helfen, das Gewicht zu halten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt drei Hauptmahlzeiten und ein oder zwei kleinere Mahlzeiten zwischendurch. Auch auf das Abendessen muss daher niemand verzichten. Es ist ein Irrtum, dass es dick macht. Denn nicht der Zeitpunkt der Mahlzeit ist für das Gewicht entscheidend, sondern die Gesamtmenge der Kalorien, die im Laufe eines Tages aufgenommen wurde.

Kartoffeln machen dick

Falsch. Kartoffeln machen vor allem satt. Und dabei sind sie auch noch gesund. Sie enthalten viel Kalium, Vitamin C, Eiweiß und andere lebenswichtige Nährstoffe. Kartoffeln sind zudem reich an Ballaststoffen und daher eine ideale Beilage. Gebacken, in Salzwasser gekocht oder als Pellkartoffeln sind sie besonders kalorienarm. Mit viel Fett gegarte Bratkartoffeln oder Kroketten dagegen sind wahre Kalorienbomben. Vielleicht hält sich daher hartnäckig ihr schlechter Ruf, ein Dickmacher zu sein.

Traubenzucker hält fit

Falsch. Zucker ist zwar der Brennstoff der Körperzellen und liefert auch die notwendige Energie für das Gehirn. Der Körper ist jedoch nicht auf die Zufuhr von Zucker angewiesen. Er kann nämlich komplexe Kohlenhydrate in Zucker umwandeln. Je kleiner die Zuckerbausteine sind, desto schneller gelangen sie ins Blut. Und da wird es jetzt kompliziert. Der Traubenzucker ist ein Einfachzucker, ein sogenannter Monosaccharid. Der gängige Haushaltszucker ist in der Regel ein Zweifachzucker, ein Disaccharid. Auf den Verzehr dieser kleinen Zuckerbausteine reagiert der Körper mit der sofortigen Ausschüttung einer entsprechend großen Menge Insulin. Das Hormon ist quasi der Türöffner für die Körperzellen. Je mehr Insulin im Blut zirkuliert, desto schneller kann der Zucker in die Zellen gelangen. Überschüssige Energie wird dort in Fett verwandelt. Sobald der Blutzuckerspiegel wieder sinkt, gibt der Körper erneut das Signal, Hunger zu haben: Je schneller also der Zucker ins Blut gelangt, desto schneller stellt sich auch wieder ein Hungergefühl ein, und desto mehr isst ein Mensch. Es kommt daher darauf an, für eine möglichst langsame und kontinuierliche Zuckerzufuhr in die Zellen zu sorgen. Kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel wie dunkles Brot, Nudeln, Reis oder Kartoffeln werden nur langsam zu Zucker abgebaut und halten daher länger satt. Für die süße Energiezufuhr zwischendurch eignen sich Äpfel, Bananen oder eine Handvoll Nüsse oder Studentenfutter.

Margarine ist besser als Butter

Falsch. Pflanzliche Margarine ist nicht unbedingt besser als tierische Butter. Es kommt auf die Kombination bestimmter pflanzlicher und tierischer Fettsäuren an. Der Mensch sollte pro Tag etwa 60 bis 80 Gramm Fett zu sich nehmen. Davon wird bereits die Hälfte des täglichen Bedarfs durch versteckte Fette etwa in Wurstwaren oder Süßigkeiten aufgenommen. Die übrigen 50 Prozent sollten daher möglichst aus hochwertigen Pflanzenfetten bestehen. Öl aus Raps, Walnuss, Soja oder Oliven enthält lebensnotwendige Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Dann schadet es auch nicht, sich etwas Butter aufs Brot zu schmieren.

Kochen zerstört Nährstoffe

Falsch. Bestimmte Nährstoffe können vom Körper überhaupt erst aufgenommen und verarbeitet werden, wenn etwa das Gemüse zuvor gekocht wurde. Das gilt zum Beispiel für das Betacarotin in Möhren. Es kommt dabei aber immer auch auf die Art der Zubereitung an. Den geringsten Nährstoffverlust hat das Gemüse beim Garen mit Dampf in einem sogenannten Dämpfer. Da das Gemüse dabei nicht im Wasser liegt, können Nährstoffe und Vitamine nicht ausgelaugt werden. Doch auch die schonendste Form der Garung bleibt wirkungslos, wenn die verwendeten Zutaten nicht mehr frisch und die Vitamine bereits zerfallen sind.

Gesunde Ernährung ist schwierig

Falsch. Wer nur fünf einfache Regeln beachtet, ist auf dem besten Weg, sich ausgewogen zu ernähren, sagt Bernhard Watzl vom Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe. Seine Empfehlung: täglich Obst und Gemüse; täglich Vollkornprodukte; regelmäßig fetter Fisch; Milch, Käse und Fleisch in moderaten Mengen; möglichst viel Bewegung. "Die Menschen sind überfrachtet mit Fehlinformationen", sagt Watzl. Das aber lässt eine gesunde Ernährung fälschlicherweise so kompliziert erscheinen.


 

Medical Tribune / 28.11.07 23:52

Gesundes Müsli

Vollkorn-Frühstück stärkt das Herz

BOSTON – Mit dem richtigen Frühstück können Männer ihr Herz auf Vordermann bringen. Eine US-amerikanische Studie belegt den Nutzen von Vollkornprodukten am frühen Morgen.

Lässt sich das Risiko für eine Herzschwäche durch gesunde Ernährung senken? Durchschnittlich erkranken zwei von zehn Männern und vier von zehn Frauen an einer mangelhaften Pumpleistung. Eine Gruppe von Medizinern aus den USA unter Leitung von Luc Djoussé untersuchte, welche Beziehung zwischen den Frühstücksgewohnheiten und der Herzschwäche besteht (Archives of Internal Medicine 2007, 167: 2080-2085).

Die Forscher griffen dafür auf Daten von über 21.000 männlichen Teilnehmern der Physicians Health Study zurück. Während der knapp 20-jährigen Untersuchung traten bei den Teilnehmern gut 1000 Fälle von zu schwacher Pumpleistung - die sogenannte Herzinsuffizienz - auf.

Je häufiger die Versuchspersonen pro Woche morgens Vollkorngetreide speisten, umso niedriger lag ihr Risiko für eine Herzschwäche. Wer sich dies zur täglichen Gewohnheit gemacht hatte, verzeichnete eine - gegenüber den Vollkorngegnern - um knapp ein Drittel verminderte Erkrankungsgefahr.

Die Mediziner können noch nicht erklären, wodurch dieser Effekt zustande kommt. Möglicherweise wirkt sich das Getreide über einen geringeren Blutdruck und niedrigere Zuckerwerte im Blut aus, so die Autoren.


 

Medical Tribune / 28.11.07 22:14

Volles Korn gegen Schlaganfall

WINSTON-SALEM – Schwarzbrot, Knäckebrot & Co. regen nicht nur die Verdauung an - Vollkornprodukte verringern auch das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfall. Das belegten US-amerikanische Wissenschaftler in einer neuen Analyse.

 

Auch wenn der Müsli-Freak als Teil einer Öko-Bewegung der Vergangenheit angehört - wer gerne Vollkornprodukte isst, tut auf lange Sicht Herz und Blutgefäßen etwas Gutes. Das belegten Philip Mellen und seine Kollegen von der Wake Forest University School of Medicine in einer Analyse der Daten von über 285.000 Personen, die sie im Fachmagazin Nutrition, Merabolism & Cardiovascular Disease (online first) veröffentlichten.

Die Wissenschaftler verwendeten sieben schon vorliegende Studien zum Thema Vollkornkost und deren Auswirkung auf Herz und Gefäße und klopften die Daten daraufhin ab, in welchem Umfang die ganzen Körner halfen, vor Herz- und Gefäßerkrankungen zu schützen. Das Ergebnis: Die Körnerkost senkt das Risiko dieser Krankheiten um etwa ein Fünftel und minimiert in gleichem Maße auch das Risiko von Schlaganfällen. Die entsprechende Menge an Vollkornkost betrug jeweils 2,5 Portionen - was beispielsweise zwei Scheiben Vollkornbrot entspricht.

Doch die Körner schützen nicht nur das Herz: Andere Studien hätten gezeigt, so Mellen, dass mehr Vollkornkost auch das Risiko von Übergewicht, Bluthochdruck und einem erhöhten Cholesterinspiegel minimiere. Doch das Wissen um diese Effekte ist den allermeisten nicht bekannt: "Viele Konsumenten und Mitarbeiter des Gesundheitswesens sind sich der positiven Wirkung von Vollkornkost aber nicht bewusst", kritisierte der Mediziner.

Die vollen Körner sind so gesund, weil sie neben den Ballaststoffen auch Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, die Vitamine B1 und B2 sowie Folsäure, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Kalzium und Eisen enthalten.

Das Vollkornkost empfehlenswert ist, betont auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Sie weist auch Bedenken zurück, dass einige der im Vollkorn enthaltenen Stoffe wie Lektine, Enzyminhibitoren oder die Phytinsäure im Rahmen der täglichen Ernährung schädlich sein könnten.
 


Die Welt 13-01-2007


Milch ist für viele nichts


Milch gilt als Innbegriff gesunder Nahrung. Und sie kann, zum Beispiel zu Schokolade verarbeitet, auch sehr lecker sein. Doch manche Menschen macht sie krank. Die Leiden sind vor allem Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall - eventuell noch Kopfschmerzen und andere Beschwerden. Wer das nach einem Becher Milch verspürt, leidet womöglich an Milchzucker-Unverträglichkeit. Und ist bei Weitem nicht allein. In Deutschland sind 15 Prozent der Bevölkerung betroffen. Weltweit sind es sogar zwei Drittel. Damit ist die Milchzucker-Intoleranz mit Abstand die am weitesten verbreitete Lebensmittelunverträglichkeit.

Sie entsteht, weil der Darm das körpereigene Eiweiß "Laktase" nicht bildet. Laktase ist ein Enzym, welches für die Aufnahme von Laktose nötig ist. Der Milchzucker ist ein Zweifachzucker, der erst in seine Bestandteile Glukose und Galaktose gespalten werden muss. Sie können dann vom Dünndarm ins Blut aufgenommen werden. Für diese Spaltung ist die Laktase zuständig. Fehlt das Enzym, gelangt Laktose in den Dickdarm und wird dort von Darmbakterien vergoren. Es entstehen unter anderem Wasserstoff und Kohlendioxid, das Blähungen verursacht.

Zu einem solchen Mangel an Laktase kann es kommen, wenn durch Krankheit die Oberfläche des Dünndarms beschädigt wird. Weitaus häufiger ist der genetisch programmierte Laktase-Mangel. Er ist meist vom Alter abhängig. Fast alle Neugeborenen vertragen Milch, denn zu diesem Zeitpunkt ist sie unentbehrlich. Doch mit dem Erwachsenwerden verliert die Mehrheit die Fähigkeit, Milchzucker aufzunehmen.

Das ist keinesfalls als Krankheit zu verstehen. Im Gegenteil - es ist eigentlich der Normalzustand. Von allen Säugetieren können allein Menschen, bis ins Erwachsenalter Milchzucker abbauen.

So wird also Laktase zwar in den frühen Lebensphasen gebildet, später wird aber normalerweise die Produktion herunterreguliert. Wozu auch ein Enzym machen, das nur für die Verwertung von Milch gebraucht wird, wenn überhaupt keine Milch mehr da ist?

Die Situation ist anders, wenn Milch tatsächlich das ganze Leben lang zur Verfügung steht. Dies war bei Rinderhaltern der Fall. Evolutionär waren in diesen Gruppen die im Vorteil, die auch als Erwachsene Milchzucker spalten und sich von Milch ernähren konnten. Genetische Veränderungen, die das ermöglichen, wurden begünstigt.

Nach heutigem Kenntnisstand hat sich zum ersten Mal vor etwa 6000 Jahren bei Rinderhirten im südlichen Ural eine solche Mutation durchgesetzt. Sie bewirkt, dass Laktase lebenslang gebildet wird. Auch Nordeuropäer und einige afrikanische Volksgruppen haben solche Mutationen entwickelt. Interessanterweise hat man jetzt herausgefunden, dass sie unabhängig voneinander entstanden sind, Das ist ein Paradebeispiel dafür, dass die Natur mehrere Lösungen für ein Problem findet. Die Mehrheit der Weltbevölkerung hat aber das ursprüngliche Laktase-Gen. Bei diesen Menschen lässt die Produktion der Laktase mit dem Erwachsenwerden stark nach oder stoppt vollständig.

In Asien ist ihr Anteil mit 90 Prozent am höchsten. Nur in Europa, Nordamerika und Australien sind die laktose-toleranten Menschen in der Mehrzahl. Innerhalb Europas gibt es dabei ein steiles Nord-Süd-Gefälle. Während fast alle Skandinavier ohne Probleme Milch trinken können, sind zum Beispiel in der Türkei zwei Drittel der Menschen laktose-intolerant.

Trotz dieser Verbreitung ist in Deutschland die Laktose-Intoleranz recht unbekannt. Obwohl 15 Prozent der hiesigen Bevölkerung betroffen ist, wird der Zustand oft nicht richtig diagnostiziert. "Seit der Pubertät litt ich oft an Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall", berichtet eine Betroffene. "Ich wusste, dass etwas nicht stimmte." Die Ärzte erklärten die Beschwerden jedoch mit Reizdarm-Syndrom, empfindlichen Magen, Zahnproblemen oder einfach Stress. "Erst nach einigen Jahren wurde klar, dass ich laktose-intolerant bin. Seitdem meide ich Milchzucker und die Symptome sind verschwunden."

Milchzucker-Unverträglichkeit lässt sich denkbar einfach feststellen. Für ein bis zwei Wochen wird Laktose vollständig vermieden. Die Beschwerden sollten sich mindern. Falls sie dann nach der Einnahme von Milchzucker wiederkommen, liegt höchstwahrscheinlich Laktose-Intoleranz vor. Ein solcher Check könnte für viele hilfreich sein. Der Ernährungswissenschaftler Armin Zittermann schätzt, dass ungefähr jeder zwölfte Deutsche an der Unverträglichkeit leidet, ohne es zu wissen. Bei Unklarheit hilft ein Wasserstofftest. Dabei wird überprüft, ob sich Wasserstoff in der Atemluft befindet. Heute kann auch ermittelt werden, ob man genetisch für Laktose-Intoleranz prädestiniert ist.

Wird tatsächlich Milchzucker-Unverträglichkeit festgestellt, ist es nicht immer nötig, vollständig auf Milch zu verzichten. "Man sollte für sich selbst prüfen, wie viel man verträgt. Einen Becher pro Tag können viele noch ohne Beschwerden trinken", erklärt der Wissenschaftler. "So beugt man Calciummangel vor."

Calcium ist nämlich eine der wertvollsten Zutaten der Milch. Bei Calciummangel kann es zu Knochenerkrankungen wie Osteoporose und Rachitis kommen.

Mit Calcium ist auch eine mögliche Erklärung für das Nord-Süd-Gefälle der Laktose-Intoleranz verbunden. Für eine effiziente Calciumaufnahme ist nämlich Vitamin D nötig, das wiederum in der menschlichen Haut bei Sonneneinstrahlung entsteht. Da Menschen im Norden weniger Sonnenlicht abbekommen, müssen sie mehr Calcium mit der Nahrung aufnehmen. Milch ist dafür ideal. Das könnte, so der Wissenschaftler, der evolutionäre Grund dafür sein, dass Nordeuropäer stärker auf Milch angewiesen waren und deswegen die Fähigkeit entwickelten, auch in späten Jahren Laktose abzubauen.

Der Milchzucker an sich ist nur für Säuglinge von Bedeutung. Durch ihn kommen sie an zusätzliche Galaktose heran und können so den Bedarf daran in der Phase des schnellen Körperwachstums decken. Für Erwachsene hat der Milchzucker keinen besonderen Wert, so Zittermann.

Laktose-Intolerante sind also durch die Unverträglichkeit nicht direkt beeinträchtigt. Wenn sie auf eine ausgewogene Ernährung achten, besonders um den Bedarf an Calcium zu decken, können sie vollkommen unbeschwert leben. Meistens können sie sogar Köstlichkeiten aus Milch in Maßen genießen.

Was man essen kann

Unter den Milchprodukten ist Joghurt noch am besten bekömmlich. Denn die darin enthaltenen Milchsäurebakterien können den Milchzucker abbauen. Auch in Käse steckt mitunter nur wenig Laktose. Dabei gilt die Faustregel, dass reife Käsesorten weniger Milchzucker enthalten als junge. Inzwischen wird in vielen Kaufhäusern laktosefreie Milch angeboten. Die für deren Herstellung gebrauchte Laktase gibt es auch in Apotheken zu kaufen. Sie kann Nahrungsmitteln mich Milchzucker beigemischt werden, um die Verdauung zu erleichtern. Laktosefreie Lebensmittel stellen weltweit einen riesigen Markt dar. So verwundert es nicht, dass an ihnen weltweit intensiv geforscht wird. In Deutschland entwickelten Fraunhofer-Forscher etwa eine Eiscreme aus Lupinensamen.


Samstag, 16. September 2006
Darmleiden und Fettsucht
Kranke Deutsche

Wegen Bewegungsmangels und schlechter Ernährung schon vom Kindesalter an erkranken in Deutschland nach Einschätzung von Fachärzten immer mehr Menschen an Darmleiden und Fettsucht. "Die akute Darmentzündung entwickelt sich zu einer Volkskrankheit", sagte Prof. Heinz J. Buhr am Rande einer Fachtagung von Magen- und Darmexperten in Hannover.
 
Die vornehmlich bei Menschen ab 60 Jahren auftretende entzündende Darmausstülpung nehme deutlich zu. "Das hängt mit der Ernährung der Menschen zusammen, die essen zu wenig Ballaststoffe", sagte der Chirurgiedirektor an der Charité Berlin. Schon vom Kindesalter an geselle sich dazu Bewegungsmangel. Die Darmerkrankung betreffe daher inzwischen auch jüngere Menschen im Alter von 30 bis 40.
 
Auf dem Vormarsch sei auch die krankhafte Fettsucht, von der in Deutschland ähnlich wie in den USA inzwischen rund zehn Prozent der Bevölkerung betroffen seien. "Eine Ursache ist die Erziehung der Kinder, denen wird nichts mehr abverlangt", meinte Buhr. Während sportliche Aktivitäten auf dem Rückzug seien, nehme der Verzehr von Süßigkeiten und Fastfood zu. "Wenn das im Kindesalter anfängt, ist das später schwer wieder runterzuholen." Als Ursachen für die Fettsucht kämen dazu aber auch genetische Faktoren und beruflicher und sozialer Stress.
 
Das Risiko der Fettsucht werde in Deutschland noch nicht ausreichend erkannt, sagte Buhr. Zu dem oft enormen Übergewicht gesellten sich Folgeerkrankungen wie Herzschwäche, Diabetes sowie Knochen- und Gelenkschäden. Mit einer Operation zur Verringerung des Aufnahmevolumens des Magens sei etwa einem Drittel der krankhaft Fettsüchtigen geholfen. Bei den übrigen erschwerten mentale Probleme eine Bewältigung der Fettsucht.
 
Buhr äußerte sich während der "Gastroenterologie 2006", einem Treffen von rund 4000 Experten für Magen-, Darm- und Lebererkrankungen in Hannover.
Adresse:
http://www.n-tv.de/710984.html


Der Verzehr von GELATINE bringt keine besonderen Vorteile  -Lebensmittelbrief
-
Nach Auffassung des Arbeitskreises Lebensmittelchemischer Sachverständiger der Länder und des BgVV bringt eine Zufuhr von Gelatine oder Gelatinehydrolysaten  keinen besonderen ernährungsphysiologischen Nutzen, insbesondere auch nicht für Knorpel und Gelenke. Es gibt weder besondere Ernährungserfordernisse noch Hinweise darauf, dass bestimmte Personen aus der kontrollierten Aufnahme von Gelatine einen besonderen Nutzen ziehen können.


RAUCHEN  Sucht entschlüsselt: Belohnung für jeden Zug  - FOCUS-
Die Nikotinmenge einer Zigarette (etwa ein bis zwei Milligramm) kann dauernde Spuren im Gehirn hinterlassen und dort die "Belohnungsbereiche" aktivieren, berichten Forscher der Universität Chicago. Dabei löst das Nikotin einen Lernmechanismus aus. Es verstärkt die Verbindung zwischen den Nervenzellen, die auf die Droge empfindlich reagieren, und denen, die Wohlbefinden vermitteln. Nach Ansicht des Neurobiologen Daniel McGhehee könnte das der "erste entscheidende Schritt beim Prozess der Abhängigkeit sein". Durch permanenten Nachschub des Nervengifts steigt auch die Anzahl der Nikotin-Rezeptoren im Gehirn des Rauchers an. wird die Zufuhr unterbrochen, reagiert der Zigarettenkonsument mit den Entzugserscheinungen Nervosität oder Gereiztheit. "Weil wir den Suchtprozess jetzt verstehen, können wir bald bessere Entwöhnungstherapien entwickeln", hofft McGehee.


Vitamin D schuetzt vor Krebs  - Die Welt -
Vitamin D foerdert nicht nur das Knochenwachstum von Kindern, sondern sorgt in spaeteren Lebensjahren auch fuer einen gewissen Krebsschutz. Das zeigen Tierversuche von US-Forschern der Johns-Hopkins-Universitaet in Baltimore mit Mäusen. Nach 20 Wochen Vitamingabe reduzierte sich die Tumorhaeufigkeit um 63%.



JOGHURT / PROBIOTISCH / Info

Probiotische Joghurts und Drinks sollen die Darmflora schützen. Ihre Wirkung ist unter Wissenschaftlern umstritten. ("probios" (griechisch) = "für das Leben")

Milch wird durch Milchsäurebakterien zu Joghurt. Milchsäurebakterien sind gesundheitsfördernd.
Milchsäurebakterien wirken sich generell günstig auf die Darmflora aus. Ihre Wirkung hängt davon ab, wieviele Bakterien lebend im Dickdarm ankommen. Das müsste eine sehr große Menge sein, die regelmäßig aufgenommen wird.

Jetzt werden gezielt nur einzelne Stämme vermarktet:
Danone Lactobacillus casei (Actimel)
Müller Bifido-Bakterien (Procult)
Nestlé Lactobacillus acidophilus (LC1) (johnsonii)

Bisher sei weder erwiesen, dass die probiotischen Lebensmittel den Cholesterinspiegel senken noch Krebs vorbeugen
oder auch nur das Immunsystem stärken. (Deutsche Gesellschaft für Ernährung Schorndorf Susanne Nowitzki-Grimm)
In manchen probiotischen Produkten wurden gar keine lebenden Bakterienstämme mehr gefunden. In vielen längst nicht die Menge, die notwendig wäre. Es kommen auch Milchsäurebakterien herkömmlicher Joghurts im Darm an. Täglich Joghurt zu essen wird empfohlen, es spielt aber keine Rolle, welche Sorte - auch herkömmliche Produkte erfüllen den Zweck.
(Auszüge aus STZ 29.03.2000)

Unsere Meinung

probiotische Joghurts sind empfehlenswert, wenn mindestens 100 Millionen
Probiotische Bakterien pro 1 Gramm enthalten sind (Probiotische Bakterien sind Magensäure resistent und Galle resistent, sie besitzen die Fähigkeit die Dickdarmschleimhaut zu besiedeln).


Zucker ja/nein ? Info

Süß wie Zucker und doch gesund / STEVIA  aus der Chrysanteme Stevia Rebaudiana wächst in Paraguay und Brasilien /
Süßkraft 10-15x höher als bei Zucker / hat einen leichten Eigengeschmack / Wird seit 1000 Jahren von den Indios verwendet / nicht zugelassen in der EU da angeblich nicht genügend positive Daten für eine positive Beurteilung zur Verfügung gestanden haben /  In den USA als unbedenkliches Lebensmittel zugelassen / Vorteile: fast keine Kalorien, der Blutzuckerspiegel wird offensichtlich nicht erhöht, verursacht kein Karies,  raubt dem Organismus kein Vitamin B, ist sehr ergiebig
(Auszüge aus dem Internet)


 

Vitamine und Mineralien - wieso sind sie im Alter so wichtig?  -Senioren Ratgeber-
Klassische Mangelerkrankungen wie Skorbut oder Rachitis gibt es in Deutschland kaum noch.
Heute geht es vielmehr darum, typischen Altersproblemen vorzubeugen:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
Untersuchungen zeigen, daß Menschen mit einer guten Vitamin-C-und Carotin-Versorgung (Vorstufe
von Vitamin A) gegenüber schlechter Versorgten ein deutlich geringeres Erkrankungsrisiko haben. Auch Vitamin E in ausreichend hoher Dosierung scheint arteriosklerotische Veränderungen in Blutgefäßen zu vermindern. Amerikanische Studien zeigten, daß B-Vitamine Herz und Gefäße schützen. Studienteilnehmer, die täglich Vitamin B6, B12 und Folsäure zu sich nahmen, konnten ihr Herzinfarktrisiko senken.

Osteoporose:
Kalzium ist ein Hauptbestandteil der Knochensubstanz. Wird der Körper schlecht mit Kalzium versorgt, werden die Knochen porös und brechen schneller. Eine kalziumreiche Ernährung mit viel Milch und Milchprodukten kann deswegen vor Osteoporose schützen. Aber auch Vitamin D ist notwendig, damit das Kalzium aus der Nahrung ins Blut gelangen kann. Gerade bei älteren Menschen ist die Vitamin-D-Versorgung oft gefährdet. Dafür gibt es zwei Hauptursachen: Zum einen muß das Vitamin D in der Haut aus Vorstufen gebildet werden. Dazu ist Sonnenlicht notwendig. Senioren, die aufgrund von Erkrankungen beispielsweise wenig spazierengehen können, bilden weniger Vitamin D. Zum anderen muß das in der Haut
gebildete Vitamin in der Niere und Leber noch weiter aktiviert werden. Gerade bei älteren Menschen funktioniert diese Umwandlung oft nur schlecht. Dann kann der Arzt Vitamin-D-Abkömmlinge verordnen. Sie müssen nicht mehr umgewandelt werden und können deshalb direkt ihre Funktion erfüllen.

Wunden:
Zink hat eine wichtige Funktion bei der Teilung von Zellen. Dadurch fördert es die Regeneration von Geweben und die Heilung von Wunden.


Deutsche, Engländerinnen und Holländerinnen erkranken öfter an Brustkrebs als etwa Frauen in den Mittelmeerländern, in denen das
Olivenöl hoch im Kurs steht. -FN-

Ein DKFZ-Sprecher: Alkohol als Risiko für Krebs des oberen Verdauungstraktes und der oberen Atemwege gilt als gesichert. Wahrscheinlich ist jedoch auch eine Erhöhung des Risikos für Brust- und Darmkrebs. Auf der anderen Seite werde über gesundheitliche Vorteile durch mäßigen Genuß berichtet, gerade im Bezug auf Herzinfarkt. Die Frage sei, welcher Effekt überwiegt bei welcher Dosis?


Die ersten Zigaretten im Jugendalter können bleibende genetische Schäden verursachen
und das Risiko von Lungenkrebs in späteren Jahren deutlich erhöhen.
  -Stuttgarter Zeitung-
Der Forscher John Wiencke und seine Kollegen kamen zu diesem Schluß, nachdem sie bei genetischen Untersuchungen des Erbguts feststellten, daß die meisten DNA-Abweichungen bei Jugendlichen auftraten, die schon früh mit dem Rauchen begonnen hatten. Überraschend war die Feststellung, daß bei ehemaligen Rauchern, die schon früh mit dem Rauchen begonnen hatten, diese DNA-Abweichungen ebenfalls auftraten, unabhängig davon, wie viele Jahre sie anschließend geraucht hatten.


Studie untersucht die Lebenserwartung von Übergewichtigen -FN-
Ein paar Pfunde zuviel verringern die Lebenserwartung ab 50 Jahren praktisch nicht mehr. Die Fachzeitschrift "Ärztliche Praxis" berichtet in ihrer neuesten Ausgabe von Untersuchungen an der Universität Bielefeld an 6193 übergewichtigen Männern und Frauen. Je älter diese Personen waren, desto weniger sei die Lebenserwartung durch Übergewicht beeinträchtigt worden. Bei allen Graden von Übergewicht verkürzten die überzähligen Pfunde das Leben mit zunehmendem Alter immer weniger. Vom 50. Lebensjahr an schadete mäßiges Übergewicht überhaupt nicht mehr.

Broschüre "Ein gepflegter Mund wird selten krank" Nr. 16,
von Galenika Dr. Hetterich GmbH

Wie entsteht Karies?

Ausgelöst wird Karies durch einen chemischen Prozess spezieller Mundbakterien. Speisereste vermischen sich mit bestimmten Bestandteilen des Mundspeichels und bilden auf den Zähnen einen fast unsichtbaren, aber zäh haftenden Belag, die "Plaque". Auf diesem Schmutzfilm tummeln sich die im Mund ständig vorhandenen Bakterien, setzen sich auf dem Zahnbelag fest und vermehren sich dort. Durch den Zucker, den diese dort verarbeiten, produzieren sie Säure, die den Schutzmantel des Zahnes, den Schmelz, angreift. Die Bakterien dringen immer weiter vor, es entstehen große Löcher im Zahn - und schon bald ist der Nerv erreicht. Wird das Loch jetzt nicht zahnmedizinisch versorgt, dringen die Bakterien weiter vor, der Zahn vereitert,es gibt die berühmte "dicke Backe"oder krankhafte Veränderungen an inneren Organen. Regelmäßige Zahnpflege und regelmäßiger Besuch beim Zahnarzt verhindern die Entstehung und Ausbreitung der Karieserkrankung.
 


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