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Zöliakie

Was ist Zöliakie?

Zöliakie, oder auch Sprue genannt, ist eine Dünndarmerkrankung.
Es handelt sich bei dieser Erkrankung um einen lebenslange Unverträglichkeit
des Klebereiweißes (Gluten/Polamin)

Der Dünndarm, der die Nahrung in ihre Bestandteile aufspaltet und aufnimmt,
braucht für diese Aufgabe eine große Oberfläche. Um genügend Oberfläche
zu schaffen, ist die Innenwand des Dünndarms mit Zotten ausgekleidet.
Bei der Krankheit Zöliakie, wird durch Zufuhr von Gluten die Innenwand
abgeflacht und die Zotten abgebaut. Bei andauernder Glutenbelastung wird
der Verlust der Oberfläche so groß, dass Mangelerscheinungen auftreten
können, da der Körper nicht mehr genug Nährstoffe aufnehmen kann.

Eine eindeutige Diagnose kann nur durch eine Dünndarmbiopsie gestellt
werden. Bei diesem Verfahren wird vom Patienten eine Sonde geschluckt,
die durch Speiseröhre und Magen in den Dünndarm wandert, dort wird
eine Gewebeprobe entnommen. Diese wird später untersucht. Dieses
Verfahren ist schmerzlos für den Patienten und wird als ein minimal invasiver
Eingriff betrachtet.


Symptome für Zöliakie sind:

  • vorgewölbter Bauch

  • Körpergewicht unterhalb der Altersnorm

  • Schlaffe Muskulatur

  • Erbrechen

  • häufiger Stuhlgang

  • Missmutigkeit, Weinerlichkeit

  • Appetitlosigkeit

  • Wachstumsstörungen

  • Zungenbrennen, Völlegefühl

  • Blähungen, Übelkeit, Appetitlosigkeit

  • Tetanie und Knochenschmerzen

  • Blutungsneigung
    (Blaue Flecken)

  • Fahle, teigige Haut

  • Nervosität, Depressionen

  • Schmelzdefekt an den Zähnen


Durch eine Blutuntersuchung können sich wichtige
Hinweiße auf Zöliakie ergeben:

  • niedriger Eiweißgehalt im Blut

  • Blutarmut

  • Neigung zu Blutungen unter der Haut, nach leichten
    Verletzungen ( Blaue Flecken )

  • Knochenbeschwerden und Störungen des Kalziumstoffwechsels

  • Antikörpertiter


Behandlung durch glutenfreie Ernährung

Durch eine glutenfreie Ernähung gewinnt die abgeflachte Dünndarmschleimhaut ihre
ursprüngliche Gestalt und Funktion wieder zurück. Doch schon bei kleinsten
Glutenmengen setzt die Schädigung wieder ein.

Auch wenn nach einer lang andauerten Glutendiät keine Anzeichen bei Glutenverzehr
auftreten, darf die Ernährung nicht wieder umgestellt werden. Merkbare Beschwerden
treten erst spät auf und können schwere Krankheiten verursachen, welche die Heilung wesentlich erschweren.

Die Nährstoffzusammensetzung einer glutenfreien Dauerkost sollte einer Normalkost
entsprechen. Es sollte eine ausgewogene Mischung aus lebenswichtigen Nährstoffen sein, die an das Alter des Patienten angepasst werden sollten. Auch mit glutenfreier Ernährung kann der Bedarf des Körpers zureichen gedeckt werden.


Erlaubte Lebensmittel sind:

  • Mais

  • Hirse

  • Reis

  • Buchweizen

  • Kastanienmehl

  • Soja

  • Sesam
     

  • Kartoffeln

  • Milch

  • Eier

  • Fleisch

  • Fisch

  • Obst

  • Gemüse

  • Fette/Öle

  • Tee und Säfte


Verzichten sollten sie auf :

  • Weizen

  • Roggen

  • Gerste

  • Hafer

  • Dinkel/Grünkern und alle daraus
    hergestellten Produkte

  • Nudeln

  • Brot/Gebäck/Kuchen

  • Paniermehl

  • Grieß/Vollkornbreie

  • Puddingpulver und Fertiggerichte, die oft Mehl
    oder Stärke als Bindemittel enthalten

  • Malzgetränke/Malzbonbons/Malzkaffee

  • Bier


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